Viele Angehörige fühlen sich hilflos und ohnmächtig, wenn in ihrer Familie jemand missbraucht wurde, sei es der Partner/die Partnerin, das eigene Kind, ein Elternteil oder ein Geschwisterkind.

Der Umgang mit den jahrelangen schwersten Folgen des Missbrauchs, unter denen die Opfer oft leiden, und das Erleben der eigenen Grenzen im „Mit-Tragen“ und „Mit-Ertragen“ macht auch die Angehörigen zu Betroffenen.

Aus Scham, Sorge und Wut über das „Unaussprechliche“ verstummen oft auch die Angehörigen – zumeist um das Opfer und der eigenen Familie zu schützen oder weil man selbst „nur“ Angehöriger ist.

Wenn Sie Angehörige/r und damit Co-Betroffene/r eines Missbrauchsopfers sind, ist es wichtig, dass Sie sich selbst Unterstützung holen und für sich sorgen. So können Sie bestenfalls auch wieder handlungsfähiger gegenüber Ihrem Angehörigen sein.

Auch Sie als Angehörige/r haben Schutzrechte und Recht auf Unterstützung seitens der katholischen Kirche.

Auch Sie können durch die jahrelange Belastung an Ihre psychischen Grenzen kommen und krank werden.

Sollten Sie Kind oder Großkind einer/s Betroffenen sein, so besteht durchaus auch die Gefahr, dass Sie unter einem ererbten Trauma leiden.

Informationen zu ererbten (transgenerationalen, weitergegebenen) Traumata finden Sie z.B. unter:

SRF - Das weitergegebene Trauma

DLF - Ich trage einen Schmerz in mir, der nicht meiner ist (über ererbte Kriegstraumata, gut übertragbar)

 

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